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Steuerfall Ist-Versteuerung: gebucht wird, wenn das Geld da ist.

Bei der Ist-Versteuerung zählt der Zahlungseingang, nicht die Rechnung. Das Plugin liest das echte Zahldatum aus Shopware und bucht zu diesem Tag - mit den Ausnahmen, die das Umsatzsteuerrecht selbst macht.

Das echte Zahldatum

Der Tag, an dem die Zahlung in Shopware auf „bezahlt“ gewechselt ist, aus der Statushistorie - nicht das Datum der letzten Änderung an der Bestellung. Fehlt dieser Wechsel, etwa bei importierten Bestellungen, bucht der Lauf den Umsatz nicht und nennt die Bestellung.

Der aktuelle Status

Welche Bestellungen bezahlt sind, liest der Export aus dem Zahlungsstatus von heute. Eine Rechnung, die vor der Zahlung gedruckt wurde, geht so nicht verloren.

Erstattet wird mitgebucht

Eine erstattete Bestellung bucht die Vereinnahmung zum Zahldatum und die Rückzahlung über den Gutschrift- oder Storno-Beleg zum Tag der Erstattung (§ 17 UStG). Fehlt der Beleg, meldet es der Lauf.

Ohne Erstattung bucht eine Gutschrift zu ihrem eigenen Belegdatum. Zu einer Rechnung, die nie bezahlt wurde, bucht unter Ist weder die Rechnung noch ihr Storno - es gab keinen Umsatz, den es mindern könnte. OSS-Umsätze und EU-Geschäftskunden buchen auch ihre Korrekturen nach Belegdatum.

Soll oder Ist

Rechnung im Januar. Zahlung im Februar.

Beispiel für einen gewöhnlichen Inlandsumsatz mit vollständiger Zahlung.

Soll-Versteuerung

Rechnung31. Januar

119,00 € brutto

Zahlung3. Februar

Vollständig bezahlt · Statushistorie

Dieser Umsatz gehört in den Januar-Export.

Für diesen Soll-Fall zählt das Rechnungsdatum.

Ist-Versteuerung

Rechnung31. Januar

119,00 € brutto

Zahlung3. Februar

Vollständig bezahlt · Statushistorie

Dieser Umsatz gehört in den Februar-Export.

Das Plugin nimmt das Zahldatum aus der Shopware-Statushistorie.

OSS und EU-Geschäftskunden haben eigene Regeln. Die Ausnahmen sind weiter unten erklärt.

Zahlungen mitbuchen

Jede Zahlung trägt den Schlüssel ihrer Rechnung.

Auf Wunsch bucht der Export auch die Geldseite gegen das Geldkonto der Zahlungsart - vorher mit der Kanzlei abgestimmt, denn bucht sie die Zahlungen weiter aus dem Kontoauszug, stünden sie doppelt in den Büchern. Unter Ist-Versteuerung trägt jede Zahlungszeile den Steuerschlüssel des Umsatzes, den sie ausgleicht - so kann DATEV die Umsatzsteuer im richtigen Monat ausweisen (Dok. 1080673).

Die Rechnung warSchlüssel
ein Inlandsumsatz mit 19 %3
ein Inlandsumsatz mit 7 %2
ein OSS-Umsatz auf dem Sammelkonto40
eine innergemeinschaftliche Lieferung40
eine Ausfuhr ins Drittland173
ein Umsatz als Kleinunternehmer185

Die 40 hebt die Automatik des Kontos auf; sonst bucht der OPOS-Ausgleich den Inlandssatz um. Gleicht eine Zahlung eine Rechnung mit mehreren Steuersätzen aus, schreibt der Export je Schlüssel eine eigene Zahlungszeile. Lässt sich der Schlüssel einer Zahlung nicht sicher ableiten, schreibt er für sie keine Geldzeile und nennt sie - nie eine halbe oder geratene.

Nach Belegdatum

Was auch bei Ist nach Rechnung bucht.

OSS-Umsätze

OSS kennt keine Vereinnahmung; der Umsatz zählt zum Zeitpunkt der Leistung (DATEV Dok. 1020263, 3.7).

EU-Geschäftskunden

Bei Waren richtet sich die Zusammenfassende Meldung nach der Rechnung (§ 18a Abs. 8 UStG), bei Leistungen nach dem Monat der Leistung - dafür steht das Belegdatum. Die Warenausfuhr ins Drittland behält dagegen das Zahldatum.

Fragen

Was dazu gefragt wird.

Was ist mit Teilzahlungen?

Ein Status wie „teilweise bezahlt“ trägt in Shopware keinen eigenen Betrag. Der Export bucht eine solche Bestellung deshalb nicht mit dem vollen Betrag, sondern nennt sie im Prüfbericht zum Buchen von Hand.

Was ist mit Teilerstattungen?

Die Gutschrift zur Teilerstattung bucht die Erlösminderung zum Tag der Erstattung. Die Auszahlung selbst bucht der Export nicht, weil Shopware ihren Betrag nicht kennt; er nennt die Bestellung im Prüfbericht zum Buchen von Hand.

Muss ich den Zahlungsexport einschalten?

Nein. Ohne ihn bucht der Export den Erlös zum Zahldatum; mit ihm zusätzlich die Geldseite gegen das Geldkonto der Zahlungsart. Was deine Kanzlei braucht, entscheidet sie.

Die anderen Steuerfälle

OSS

Konto je Bestimmungsland oder Sammelkonto mit Steuerschlüssel; dazu die Lieferschwelle.

Kleinunternehmer

Umsätze nach § 19 UStG ohne Steuer und ohne Steuerschlüssel.

EU-Geschäftskunden

Innergemeinschaftliche Lieferung und Reverse-Charge an Firmen mit USt-ID.

Drittland

Steuerfreie Ausfuhr, besteuerte Drittlandslieferung und der Sonderfall Nordirland.

Fremdwährung

Umsatz in der Belegwährung, Kurs und Basis-Umsatz in Euro.