DATEV-Export
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Handbuch Die Wörter, kurz erklärt.

Manche Wörter haben in DATEV eine feste Bedeutung und im Alltag eine andere. Hier steht, wie sie auf dieser Seite und im Plugin gemeint sind.

Aus DATEV

Buchungsstapel
Die Importdatei mit den Buchungen eines Zeitraums, im DATEV-Format, Kategorie 21.
DATEV-Format (EXTF)
Das Austauschformat für den Import in DATEV: eine Textdatei mit Kopfzeile, Spaltenüberschriften und einer Zeile je Datensatz. Jede Dateiart hat ihre Formatversion; der Buchungsstapel steht in Version 13 mit 125 Feldern.
Vorlauf
In DATEV ein anderes Wort für den Buchungsstapel. Seine Angaben - Beraternummer, Mandantennummer, Wirtschaftsjahr, Sachkontenlänge, Zeitraum und mehr - stehen im Dateikopf, der ersten Zeile der Importdatei mit 31 Feldern.
Beraternummer
Die Nummer der Kanzlei bei DATEV, 1001 bis 9999999.
Mandantennummer
Die Nummer der Firma in der Kanzlei, 1 bis 99999.
Sachkontenlänge
Wie viele Stellen die Sachkonten haben, 4 bis 8. Personenkonten haben eine Stelle mehr.
SKR03 und SKR04
Die zwei gängigen DATEV-Standardkontenrahmen und die beiden, die das Plugin kennt. Sie nummerieren dieselben Konten verschieden: Erlöse 19 % sind 8400 oder 4400.
Automatikkonto
Ein Konto, das seinen Steuersatz im Kontenrahmen trägt; DATEV rechnet die Steuer beim Import selbst.
Steuerschlüssel (BU‑Schlüssel)
Die Kennziffer in Feld 9, die sagt, wie die Steuer einer Buchung zu behandeln ist - etwa 240 für OSS-Lieferungen.
Generalumkehr
Ein Kennzeichen in Feld 118: Das Storno steht mit denselben Konten auf derselben Seite wie die Rechnung, DATEV zieht es dort ab, als hätte es die Rechnung nie gegeben. Die Alternative ist der Seitenwechsel.
Seitenwechsel
Die Alternative zur Generalumkehr: Das Storno bucht im Haben statt im Soll.
Festschreibung
In DATEV das Kennzeichen, mit dem importierte Buchungen unveränderbar werden. Am Mandanten einstellbar, ab Werk aus.
Personenkonto, Debitor
Das Konto eines Geschäftspartners; für Kunden Debitor, für Lieferanten Kreditor. Bei vierstelligen Sachkonten liegen Debitoren zwischen 10000 und 69999.
Sammeldebitor
Ein Personenkonto wie 10000, auf das alle Kunden gemeinsam buchen; nicht das Sammelkonto 1400 oder 1200.
Diverse Adressen
Eine Datei mit Adressen zu einem Sammeldebitor; jede Buchung verweist über eine Adressnummer auf ihren Kunden.
Der Verweis in Feld 20 auf das Belegbild; nach dem Import verbindet DATEV Buchung und Bild von selbst.
KOST1 und KOST2
Die Kostenstellen-Felder 37 und 38.
Leistungsdatum
Feld 115: wann die Leistung erbracht wurde.

Aus dem Steuerrecht

Soll-Versteuerung
Die Umsatzsteuer entsteht mit der Leistung; gebucht wird nach Rechnungsdatum.
Ist-Versteuerung
Die Umsatzsteuer entsteht mit der Zahlung; gebucht wird nach Zahldatum. Gilt auf Antrag beim Finanzamt (§ 20 UStG).
One-Stop-Shop (OSS)
Das Verfahren, mit dem Fernverkäufe und Dienstleistungen, etwa elektronische Leistungen, an Privatkunden in anderen EU-Ländern zentral gemeldet werden, mit dem Steuersatz des Bestimmungslandes.
Lieferschwelle
Die EU-weite Grenze von 10.000 € netto für diese Umsätze, im laufenden und im vorigen Kalenderjahr; darüber wird im Bestimmungsland versteuert.
Innergemeinschaftliche Lieferung
Eine steuerfreie Warenlieferung an ein Unternehmen in einem anderen EU-Land, mit dessen USt-ID.
Reverse-Charge
Die Steuerschuld geht auf den Empfänger über, etwa bei elektronischen Leistungen an EU-Unternehmen.
Ausfuhr
Eine steuerfreie Lieferung in ein Land außerhalb der EU.
Kleinunternehmer
Ein Unternehmen, das nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer ausweist.
Zusammenfassende Meldung
Die Meldung der Umsätze an Unternehmen in anderen EU-Ländern: Lieferungen im Monat der Rechnung, spätestens im Monat nach der Lieferung, Dienstleistungen im Monat der Leistung.

Aus dem Plugin

Mandant
Das Regelwerk je Firma: Nummern, Konten, Steuer, Verkaufskanäle. Er entspricht dem Mandanten der Kanzlei.
Lauf
Ein Durchgang über einen Zeitraum: Vorschau, Testexport oder verbindlicher Export.
Testexport
Eine echte, vollständige Datei, die nichts sperrt und im Kopf „Testexport“ trägt.
Sperre
Die Belege eines verbindlichen Laufs werden festgehalten; ein weiterer Export desselben Zeitraums überspringt sie. Im Fortschrittsfenster heißt dieser Schritt „Belege festschreiben“, in den Einstellungen ist von festgeschriebenen Läufen die Rede - gemeint ist diese Sperre, nicht die Festschreibung in DATEV.
Prüfkette
Der SHA-256-Fingerabdruck jedes verbindlichen Laufs über seine Buchungs- und Stammdatendateien, verkettet mit seinem Vorgänger.
Nachzügler
Ein Beleg, der nach dem Export seines Zeitraums entsteht oder in ihn datiert wird. Ein erneuter Export des Zeitraums nimmt ihn mit.
Befund
Eine Feststellung des Laufs: Fehler halten den Export an, Hinweise nicht.
Bereitschaft
Die Prüfung der Einrichtung, am Mandanten, im Dashboard und auf der Exportseite, bevor ein Lauf startet.
Abstimmung
Die Prüfung auf Vollständigkeit: gebucht, nicht gebucht, ausgeschlossen, Stornos, Vergleich mit dem vorigen Lauf.
Protokoll
Jede Entscheidung eines Laufs mit ihrem Grund, nachvollziehbar für jeden Beleg des Zeitraums.
Infoblatt
Das PDF für die Kanzlei mit Stammdaten, Format, Buchungslogik und jedem verwendeten Konto.

Aus Shopware

Beleg
Ein Dokument einer Bestellung: Rechnung, Gutschrift, Storno. Der Export bucht aus Belegen, nicht aus Bestellungen - eine Bestellung ohne Rechnung bucht keinen Umsatz.
Belegtyp
Die Art eines Dokuments. Rechnung, Gutschrift und Stornorechnung zählen immer, auch als ZUGFeRD; weitere Typen ordnet der Mandant zu.
Verkaufskanal
Ein Shop oder Kanal in Shopware; jeder gehört im Plugin genau einem Mandanten.
Zahlungsstatus
Der Stand der Zahlung einer Bestellung; seine Historie liefert das echte Zahldatum.

Die anderen Kapitel

Mandant und Assistent

Was ein Mandant ist, der Assistent in fünf Schritten und wann es mehrere braucht.

Konten und Debitoren

Erlös-, Geld-, Versand- und Gutscheinkonten, die vier Wege zum Debitor und die Kostenstellen.

Export und Verlauf

Zeitraum, Vorschau, Testexport und Export, der laufende Lauf und der Verlauf.

Alle Einstellungen

Jede Einstellung am Mandanten und die globalen Schalter, mit Vorgabe und Wirkung.