DATEV-Export
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Für Steuerberater Was bei der Kanzlei ankommt.

Welche Dateien ein Lauf übergibt, in welchem Format, mit welchen Nummernkreisen und Konten, und in welcher Reihenfolge sie in DATEV eingelesen werden. Dieselben Angaben stehen im Infoblatt, das der Shop je Mandant erzeugt.

Die Übergabe

Die Dateien eines Laufs.

Die Dateien gehören zu genau einem Export-Lauf. Der Shop führt zu jedem Lauf eine Liste aller Dateien mit ihrer SHA-256-Prüfsumme und einen Fingerabdruck über die Buchungs- und Stammdatendateien; Belege ohne Bild werden beim Lauf einzeln benannt, statt still zu fehlen.

DateiInhaltFormat
EXTF_Buchungsstapel_*.csvDie Buchungen des Zeitraums. Über 99.996 Buchungssätze entstehen mehrere Dateien („_01von03“, „_02von03“ …), jede ein vollständiger Vorlauf mit eigenem Kopf und eigenen Abstimmsummen.EXTF 700, Kategorie 21, Formatversion 13
EXTF_DebKred_Stamm_*.csvNamen und Anschriften zu den Personenkonten, wenn je Kunde ein eigener Debitor geführt wird. Wird zuerst eingelesen.Kategorie 16, Version 5
EXTF_Div-Adressen_*.csvDie Anschriften zum Sammeldebitor mit Diversen Adressen. Wird zuerst eingelesen.Kategorie 48, Version 2
DATEV_Belege_*.zipDie Belegbilder als PDF mit einer document.xml nach dem DATEV-Belegschema. Enthalten ist genau das, worauf der Stapel über seine Beleglinks verweist; höchstens 4.999 Belege und 450 MB je Paket.ZIP für den Belegtransfer

Vorlauf und Zeichensatz

Kopf
Beraternummer, Mandantennummer, Wirtschaftsjahr-Beginn, Sachkontenlänge, Zeitraum und Bezeichnung
Kontenrahmen
SKR03 oder SKR04, Sachkonten mit 4 bis 8 Stellen
Schnittstelle
Version 700, Buchungsstapel in Formatversion 13
Zeichensatz
Windows-1252, Zeilenende CRLF, Trennzeichen Semikolon
Festschreibung
je Mandant einstellbar, ab Werk aus; steht in jeder Buchungszeile (Feld 114)
Testexport
im Kopf als „Testexport“ statt „Export“ bezeichnet

Buchungslogik

Buchungssatz
Debitor an Erlöse
Grundlage
Belege (Rechnung, Gutschrift, Storno), nicht der Bestellstatus
Versteuerung
Soll zum Rechnungsdatum oder Ist zum Zahlungsdatum; OSS und EU-Geschäftskunden auch bei Ist zum Rechnungsdatum
Debitoren
Sammeldebitor, je Zahlungsart, mit Diversen Adressen oder Einzeldebitoren je Kunde
Verdichtung
Einzelbuchung je Beleg oder Sammelbuchung je Tag, Konto und Steuerschlüssel, dann ohne Belegnummer und Beleglink
Storno
Generalumkehr (Feld 118) oder Seitenwechsel
Kostenstellen
KOST1 und KOST2 (Feld 37 und 38) nach hinterlegten Regeln
Belegnummern

Die Nummernkreise im Belegfeld.

VorgangWas im Belegfeld steht
Rechnungen, Gutschriften, Stornodie Belegnummer aus dem Shop in Belegfeld 1, bereinigt auf die Zeichen, die DATEV annimmt, höchstens 36
Zahlungseingänge, mit Zahlungsexportdie Rechnungsnummer der beglichenen Rechnung für den OPOS-Ausgleich; ohne Rechnung „Z-“ vor der Bestellnummer
Erstattungen, mit Zahlungsexportdie Nummer des Gutschrift- oder Storno-Belegs, datiert auf das Erstattungsdatum
Belegfeld 2bleibt bewusst leer, weil es bei OPOS-Mandanten eine feste Bedeutung hat
Beleglink (Feld 20)der Verweis auf das Belegbild im Belege-ZIP
Import

In dieser Reihenfolge nach DATEV.

  1. Die CSV-Dateien nicht mit Excel öffnen oder speichern: Excel verändert Zeichensatz und Zahlenformat, danach lässt sich die Datei nicht mehr importieren.
  2. Liegen Debitoren-Stammdaten oder Diverse Adressen bei, diese zuerst einlesen - ohne sie sind die Nummern im Stapel unbekannt.
  3. Den Buchungsstapel in DATEV Rechnungswesen über den Import des DATEV-Formats einlesen, bei mehreren Dateien jede einzeln.
  4. Die Belegpakete über den Belegtransfer einlesen, in beliebiger Reihenfolge; der Beleglink verknüpft Buchung und Belegbild.
Die Vorschau der Buchungszeilen im Admin: Belegdatum, Konto, Gegenkonto, Soll oder Haben, Umsatz, Steuerschlüssel, Belegfeld 1 und Buchungstext
Zum Ansehen gibt es die Vorschau im Admin; die CSV-Datei bleibt unverändert.

Was der Export nicht enthält

  • Gebühren der Zahlungsanbieter und ihre Sammel-Auszahlungen auf das Bankkonto
  • Skonto, Teilzahlungen und Zahlungsdifferenzen
  • Mahnwesen und eine Liste der offenen Posten
  • Umsätze aus Marktplätzen oder anderen Systemen außerhalb des Shops

Diese Vorgänge gehören in die Finanzbuchhaltung und werden dort erfasst.

Annahmen, die abzustimmen sind

  • Die Überwachung der OSS-Lieferschwelle zählt alle steuerpflichtigen EU-B2C-Umsätze - bei einem reinen Dienstleistungs-Shop warnt sie eher zu früh, nie zu spät.
  • Die gesetzliche Schwelle von 10.000 € ist fest; einstellen lässt sich nur, dass früher gewarnt wird.
  • Großbritannien gilt als Drittland; Lieferungen mit dem Bundesland Nordirland nennt der Prüfbericht eigens, der Ländercode XI hält an.
  • Umsätze gehören dem Mandanten über seine Verkaufskanäle; eine spätere Umschichtung vorher abstimmen.
Das Infoblatt

Alles davon als PDF, je Mandant.

Der Shop erzeugt das Infoblatt mit einem Klick auf der Seite Export, mit den echten Werten des Mandanten: Beraternummer, verwendete Konten, OSS-Weg, Nummernkreise. Zehn Abschnitte, vom Vorlauf der Datei bis zum Import in DATEV.

Das Infoblatt zum DATEV-Export mit Stammdaten, Dateiformat und Buchungslogik
Fragen aus Kanzleien

Was Kanzleien vor dem ersten Import fragen.

Lässt sich die Datei vor der Umstellung testen?

Ja. Der Testexport schreibt eine echte, vollständige Datei, in deren Kopf „Testexport“ statt „Export“ steht. Er sperrt nichts und lässt sich beliebig oft wiederholen - der Weg für Probeimport und Abgleich.

Werden die Stapel beim Import festgeschrieben?

Nur, wenn es gewünscht ist. Das Festschreibungskennzeichen wird je Mandant gesetzt und ist ab Werk aus; es steht in jeder Buchungszeile (Feld 114), damit DATEV den Stapel nicht von selbst festschreibt.

Was passiert bei mehr als 99.996 Buchungen?

Der Export schreibt mehrere vollständige Dateien mit der Endung _01von03, _02von03 und so fort, jede mit eigenem Kopf und eigenen Abstimmsummen. Jede Datei wird für sich importiert; zusammen ergeben sie den Zeitraum.

Wie kommen die Belegbilder an die Buchung?

Über die Belegpakete: je Paket ein ZIP mit einer document.xml nach dem DATEV-Belegschema und den PDF. Über den Belegtransfer eingelesen, verknüpft der Beleglink in Feld 20 Buchung und Belegbild automatisch.

Welche Kontenrahmen und Kontenlängen gehen?

SKR03 und SKR04, mit Sachkonten von vier bis acht Stellen. Ein neuer Mandant beginnt mit SKR03 und vier Stellen.

Wer beantwortet Rückfragen zu Konten und Schlüsseln?

Der Shopbetreiber - jeder Punkt aus dem Infoblatt ist im Shop einstellbar. Das Protokoll jedes Laufs zeigt je Beleg, welcher Steuerfall galt, welches Datum und welches Konto gezogen wurden und warum ein Beleg übersprungen wurde.