DATEV-Export
  1. Startseite
  2. Steuerfälle
  3. OSS

Steuerfall OSS: zwei Wege, das Land steht in jeder Zeile.

Verkaufst du an Privatkunden in anderen EU-Ländern und nimmst am One-Stop-Shop-Verfahren teil, trägt jede Buchung den Steuersatz des Bestimmungslandes. Das Plugin bildet beide Wege ab, die DATEV dafür zulässt.

Erlöskonto je Bestimmungsland

  • Ein eigenes Erlöskonto je EU-Land, getrennt für Waren und für elektronische Leistungen.
  • Kein Steuerschlüssel; Land und Satz stehen je Zeile in Feld 40 und 41.
  • Die Kontonummern legt deine Kanzlei fest - das Plugin schlägt hier bewusst keine vor.
  • Fehlt ein Konto, hält der Lauf an und sagt, welches zu pflegen ist.

Sammelkonto mit Steuerschlüssel

  • Waren auf 8320 (SKR04: 4320) mit Schlüssel 240.
  • Elektronische Leistungen auf 8331 (SKR04: 4331) mit Schlüssel 280. Gibt deine Kanzlei den neueren Schlüssel 250 vor, gehört ein eigenes Konto von ihr dazu - ein Standardkonto hat DATEV dafür nicht.
  • EU-Land in Feld 40 und EU-Steuersatz in Feld 41, in jeder Zeile.
  • Beide Konten und Schlüssel sind am Mandanten überschreibbar.

Den Satz des Bestimmungslandes rechnet Shopware über seine Steuerregeln je Land; der Export übernimmt ihn genau so, wie er auf dem Beleg steht. Deshalb gehören die Steuerregeln für jedes Zielland in Shopware gepflegt, bevor OSS am Mandanten eingeschaltet wird.

dein-shop.de/admin

OSS-Buchungsmethode

OSS-Verfahren aktiv

Methode

Sammelkonto + Steuerschlüssel 240Alle OSS-Umsätze auf ein Konto, getrennt nach Land über den Steuerschlüssel. Standard: 8320.

Erlöskonto je Bestimmungsland (Empfehlung)Eigenes Erlöskonto pro EU-Land - die Zuordnung pflegt der Tab Steuer & OSS.

Ware oder Leistung

Ein Download ist keine Lieferung.

Umsatzsteuerlich ist ein Download eine sonstige Leistung. Das Plugin erkennt ihn am Produkttyp in Shopware und bucht den Anteil auf das Konto für elektronische Leistungen. Ein gemischter Beleg wird zu getrennten Zeilen für Ware und Leistung, je Steuersatz eine, die zusammen genau den Belegwert ergeben.

Shopware kennt genau zwei Produkttypen, physisch und digital. Eine Beratung, die als physisches Produkt verkauft wird, ist aus den Standarddaten nicht von Ware zu unterscheiden und bucht als Ware.

Die Lieferschwelle

Einmal am Tag summiert das Plugin den Nettoumsatz aus Fernverkäufen an Privatkunden in der EU - je Bestimmungsland und EU-weit, für das laufende und das vorige Kalenderjahr, so wie die 10.000-€-Regel zählt. Solange OSS aus ist, warnt es ab 90 % der Grenze am Mandanten, im Dashboard und auf der Exportseite; früher warnen lässt es sich einstellen, die gesetzliche Grenze verschiebt das nicht. Ist die Grenze überschritten und OSS noch aus, steht das zusätzlich als Befund im Prüfbericht jedes Exports.

Ohne OSS

Ist OSS am Mandanten aus, bucht ein Verkauf an Privatkunden in der EU mit deutschem Satz wie ein Inlandsverkauf. Trägt die Bestellung dagegen einen Satz, den es in Deutschland nicht gibt, etwa 21 % in die Niederlande, passt sie nicht zur Einstellung: Der Beleg hält an und nennt Land und Satz. Bis er geklärt ist, schreibt der Lauf keine Datei.

Fragen

Was dazu gefragt wird.

Ändert sich OSS bei Ist-Versteuerung?

OSS kennt keine Vereinnahmung: OSS-Umsätze zählen auch bei Ist-Versteuerung zum Zeitpunkt des Umsatzes (DATEV Dok. 1020263, 3.7). Deshalb buchen OSS-Belege zu ihrem eigenen Belegdatum, auch wenn der Mandant nach Ist versteuert.

Welche Konten nehme ich je Land?

Die, die deine Kanzlei festlegt. Für den Weg je Land schlägt das Plugin bewusst keine Nummern vor; für den Weg über das Sammelkonto beginnt es mit 8320/4320 und 8331/4331.

Was passiert bei mehreren Sätzen in einem Land?

Beim Weg je Land buchen sie auf dasselbe Konto mit unterschiedlichem Satz in Feld 41 - das ist über Feld 41 eindeutig, setzt aber voraus, dass das Konto eine DATEV-Funktionsergänzung trägt, die die EU-Information liest.

Die anderen Steuerfälle

Ist-Versteuerung

Gebucht zum echten Zahldatum, mit Zahlungen und Erstattungen; OSS und EU-Geschäftskunden zum Rechnungsdatum.

Kleinunternehmer

Umsätze nach § 19 UStG ohne Steuer und ohne Steuerschlüssel.

EU-Geschäftskunden

Innergemeinschaftliche Lieferung und Reverse-Charge an Firmen mit USt-ID.

Drittland

Steuerfreie Ausfuhr, besteuerte Drittlandslieferung und der Sonderfall Nordirland.

Fremdwährung

Umsatz in der Belegwährung, Kurs und Basis-Umsatz in Euro.